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Tag5

Es ist schon wieder soweit, wir müssen Abschied nehmen von Irland. Der Flieger vom circa zehn Kilometer entfernten Flughafen geht um 12:40h. Gegen halb elf rollen wir aus dem Parkhaus. Die Ausschilderung des Airports von Dublin ist lückenhaft. Wenigstens sind die Straßen angenehm leer. Bei einem kleinen Laden besorgen wir uns Frühstück. Einen Liter Milch, zwei Baguettebrötchen (unbelegt, nicht dass hier Missverständnisse auftreten) und eine 1,5L Flasche Mineralwasser wechseln für gut fünf Euro den Besitzer. Willkommen in Irland! Die Preise hier sind echt ein Thema für sich.

Hat schon seine Gründe, weshalb wir soviel Bier von Deutschland bzw. Tschechien mit hierher geschleppt haben.

Unser Orientierungsvermögen ist voll da, so finden wir die Autovermietung, genauer gesagt die Basis von Dan Dooley, auf Anhieb. In einem kleinen, echt gammeligen Wohngebiet, eingebettet zwischen brachliegenden Industrieansiedelungen, räumen wir den Wagen auf. Packen unsere Taschen, putzen ausgiebigst Zähne und waschen uns. Mit dem teuren Mineralwasser... .

Noch schnell die Karre volltanken, dann ab zu Dan. Die Abnahme erfolgt innerhalb weniger Minuten, alles ist chico. So soll´s sein!

Mit dem Gratis-Shuttle werden wir von einem stummen Iren zum Terminal kutschiert, wenig später checken wir schon ein. Und treffen auf Bilderbuch Guiness-Esel. Ein Trio, einer beeindruckender als der andere. Superuncooles Gespann. Der eine zischt ein teuer erstandenes Beck´s, der andere guckt blöd und unterhält den Wartebereich mit sinnbefreiten Anekdoten und der Oberesel, der mit dem Guiness T-Shirt, dem Pferdeschwanz und der großen Guiness Fanshop-Tüte trinkt -ein Guiness! Meine Fresse, was verzapfen die bitte für Müll? Und in was für einer Lautstärke! Jeder soll anscheinend mitbekommen, um was für gigantische Bilderbuchesel es sich bei der Combo handelt.

Terminal, Dublin Airport Tower, Dublin Airport Aer Lingus Big Buzz

Nachdem wir auf dem Hinflug bereits das kaum fassbare Glück hatten, neben dem schlimmsten Stinker der Welt im Flieger sitzen zu dürfen, macht sich leichte Panik breit. Was, wenn die Gang vor, neben oder hinter uns sitzen wird?

Das wäre der Super-GAU! Am liebsten würden wir sofort, an Ort und Stelle die Platznummern vergleichen.

Wir haben Glück, die Esel sitzen weit genug von uns weg und wir müssen uns deren Müll nicht anhören. Ab und zu vernehmen wir wieherndes Lachen vom Pferdeschwanzträger, das war´s dann aber auch schon.

Um 15:30h sind wir zurück in Hamburg. Der Wagen steht noch immer im Parkhaus, so wie wir ihn abgestellt haben. Fünfzig Euro Parkgebühr berappe ich zähneknirschend, dann machen wir uns auf Richtung Walsrode.

Der Irlandtrip ist zuende. Zeit für ein Fazit.

- mieses Wetter

- hohe Preise

- beeindruckende Landschaften, umwerfende Natur

- sehr sympathische, höfliche Menschen

- dämliche Sperrstunde

- "It´s an offence to drink alcohol in public places!"

- Guiness-Esel sind überall, vor allem in Dublin!

Es war, trotz aller Negativerkenntnisse, nicht unser letzter Besuch auf der Grünen Insel, das steht fest. Allerdings genießt zunächst Schottland die höchste Priorität. Der Länderpunkt fehlt uns beiden nämlich noch, genau wie Wales!

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