Tag 13, 24. 07.2004

 

Die Nacht war ruhig und angenehm kühl und wir sind topfit, als wir unser kleines Wäldchen verlassen und uns wieder auf die staubige, schlecht zu befahrene Piste begeben. In Oprisor hoffen wir, auf eine asphaltierte Strasse zu treffen, was allerdings nicht der Fall ist. Die Wege in den Dörfern sind katastrophal, die kleinen Verbindungsstrecken ebenfalls. Ein grosser Unterschied zu Serbien und Bulgarien, wo die meisten Strassen in gutem Zustand sind. In Oprisor wollen wir beim Magazin Mixt früstücken, können aber nichts brauchbares ausser Mineralwasser finden. Auf dem Weg nach Balacita fängt sich Buzz seinen zweiten Platten ein und wir ärgern uns darüber, die grosse Strasse nach Drobeta Turnu Severin verlassen zu haben und nun auf diesen Kackpisten festzuhängen, die material- und nervenaufreibend zugleich sind.

Die Landschaft ist platt und weit, mehr nicht. In Bacles finden wir frisches Brot, Wurst- und Fleischwaren. Später, beim Brunch kommen wir auf französisch mit einem Landarbeiter, der jedes Jahr zur Weinernte nach Frankreich fährt, ins Gespräch. Er findet uns und die Tour cool und trinkt mit uns ein Bier. Mythos heisst das in Drobeta unter angeblich deutscher Aufsicht gebraute Bier mit einem Alkoholgehalt von 4,6 bis 4,8%. Ein Mythos, das mit der deutschen Aufsicht. Das Bier ist ziemlich übel, aber das einzige was es hier gibt. Milch ist im Geschäft nicht erhältlich, also wird welche für uns organisiert, wir geben eine Platikflasche mit und bekommen warme, köstliche Milch zurück, die wir nicht bezahlen dürfen.

Auf dem Weg nach Bacles
Buzz
Schon wieder ein Platten, würg!
Landschaft bei Dumbrava, nahe Strehaia

Wir fahren nach Dumbrava und bekommen unterwegs jeder ein Brot geschenkt. Auch hier dürfen wir nichts bezahlen. Die Menschen sind wahnsinnig nett und wir tief beeindruckt.

Rumänien ist ein tolles Land mit tollen Bewohnern.

In Dumbrava suchen wir das örtliche Magazin Mixt und erkennen es erst als das solche, als ich im Haus drinnen bin. Das Mythos kommt hier via Seilwinde kühl aus einem tiefen Loch in der Erde nach oben.

Der Besitzer ist die Ehrlichkeit in Person, denn als ich zwei 100.000er mit zwei 10.000ern (20.000= Bier) verwechsle und gerade zurück zu Buzz und den Rädern gehe, stürmt er mir nach und gibt mir das Geld zurück. Ich hätte den Fehler niemals bemerkt. Rumänen, ein Volk der Gauner und Diebe... ja ja, die Vorurteile.

Einen Pennplatz finden wir ohne grosse Mühe, die Landschaft hat sich gewandelt. Sie ist hügelig und teilweise bewaldet. Hübsch anzusehen.

Dumbrava
Alimentara in Dumbrava
Zeltplatz in Dumbrava

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