Tag 12, 23.07.2004
Wir wollen wie erwartet eigentlich gar nicht fort, aber letzten Endes sitzen wir doch in einer Truckergaststätte an der Grenzabfertigung und gönnen uns ein umfangreiches Mittagessen. "Zweimal das, was der Trucker davorne hat" lautet meine Bestellung. Das Essen ist absolut in Ordnung und preiswert. Und ausnahmsweise mal reichlich, was in Osteuropa meistens nicht gerade der Fall ist.
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Nach dem Essen passieren wir den ersten Kontrollpunkt, eine junge Frau in einem Glashäuschen, die englisch spricht und extrem hübsch ist. Wir dürfen durch und werden erneut kontrolliert, von einem grimmigen Kleiderschrank, der zwar unfreundlich aber korrekt ist. Überall sind Aufkleber an den Wänden, auf denen in vielen Sprachen (auch auf deutsch) steht, an wen man sich bei Schikane oder Bestechungsgeldforderungen der Beamten wenden kann. Diese 24h Hotlines erschweren den schwarzen Schafen ihre Chancen auf lukratives Nebengeschäft, Buzz und ich sind froh darüber, klar. Schliesslich kommt der Ticketverkäufer, insgesamt 24 Lewa zahlen wir für uns und die Bikes. Die Überfahrt nach Calafat dauert eine halbe Stunde. Das Schiff setzt stündlich über. Fast nur LKW an Bord. Keine Reisenden. Nur wir... . |
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Buzz
auf der Fähre nach Calafat
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Calafat,
Rumänien
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Tomasz
in Calafat
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Erfrischung
am Wegesrand, Calafat
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Erfrischter
Buzz
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In Rumänien werden wir zügig abgefertigt, bekommen eine schöne Reise gewünscht und rollen aus den Zollanlagen heraus direkt in die Arme herumlungernder, nicht geheuer aussehender Gammler, die uns mit einer Menge verschiedener Sprachen zum Anhalten bewegen wollen. Nein Danke, wir brausen vorbei und stoppen erst wieder an einem Magazin Mixt, um Mineralwasser zu kaufen. Calafat ist nicht so quirlig, wie wir es erwartet hätten und so verlassen wir die Stadt auf direktem Weg auf der E 79 nach Maglavit. Kurz vorher biegen wir bei einer Tanke links ab nach Cetate. Hier zeigt sich ein anderes Rumänien als das, was wir in den Bergen gesehen haben. Auch die Bevölkerung ist anders drauf, viel lebhafter und offener, um es positiv zu beschreiben. Irgendwie sind wir genervt. Hinter Cetate geht es ab nach Darvari, wo sich die Teerstrasse in eine Piste verwandelt. Wir halten Ausschau nach Bäumen, die uns einen Pennplatz bescheren könnten, aber es gibt ganz einfach keine. In dieser landwirtschaftlich intensiv genutzten Weite ist offenbar kein Platz für unproduktives Grünzeug.
Plötzlich erscheint eine kleine Fläche mit Bäumchen, in der wir das Zelt vor neugierigen Blicken geschützt aufstellen können. Ein Gewitter zieht über uns hinweg und wir schlafen innerhalb weniger Minuten ein.