Tag 8, 19.07.2004

 

Wir haben fest und richtig gut geschlafen. Der einzige Lärm ging von einem unten auf der Donau vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiff aus, auf dem offensichtlich zum Tanz gebeten wurde. Die Räder sind erstaunlich schnell gepackt und es kann wieder weiter gehen. Wie gestern sind wir so ziemlich die einzigen Leute auf der Strasse. Im ersten Ort, in Donji Milanovac, kaufen wir unser Frühstück und steuern die Promenade an der Donau an. Einen Strand gibt es hier auch, aber wir schaffen es nicht, unsere Bedenken zu überwinden und verzichten auf ein Bad im Fluss. Wir stellen uns vor, durch wieviele (Gross-) Städte der Strom schon geflossen ist und welche Substanzen wohl schon eingeleitet worden sind. Also keine Abkühlung trotz der Hitze, schluchz.

Während des Frühstücks schlendert ein Mann vorbei, bleibt stehen, schaut uns und unsere Bikes an und fragt schliesslich, ob wir aus Dänemark kommen. Wenn er das aus dem Anblick der Schulstad Kiste auf Buzz´s Vordergepäckträger geschlossen hat, Respekt. Ist aber eher fraglich. Wir klären ihn über unsere Herkunft auf und beschreiben ihm unsere Tour. Findet er klasse. Sein Schiff liegt wenige Meter entfernt an einem Anlegeplatz. Wir können bei ihm einen Wasserschlauch für eine Dusche benutzen. Lange lassen wir uns nicht bitten und schon sind wir auf einem schwimmenden Ponton und spritzen uns ab. Ein schönes Gefühl, so frisch und sauber zu sein. Danke!

In diesem Ort finden wir den ersten EC Automat, heben aber nichts ab, weil wir beschlossen haben, mit den in der Oaza gegen 25 Euro getauschten Dinaren bis Bulgarien auszukommen. Serbien ist preislich in etwa so wie Tschechien und so kommt man, wenn man genügsam ist, sehr gut hin mit der Kohle. Und hier und da ein kühles Pils ist locker drin.

Serbien, Djerdap Nationalpark
Strand von Donji Milanovac, Donau
Dusche auf der Donau

Wir biegen bei Djerdap ab Richtung Klackeradatsch (Klokocevac, den Namen können wir uns einfach nicht merken), wo wir zur High Noon ankommen. Wir finden Schatten und gönnen uns kaltes Wasser und Pils Plus. Das Pils Plus schmeckt richtig gut und auf dem Etikett findet sich keine Angabe über den Alkoholgehalt, also vermuten wir dass es sehr leicht sein muss und trinken jeder drei Halbe. Bei der anschliessenden Bergfahrt nach Plavna spüren wir, dass wir es mit normalen Pils zu tun hatten. Oben auf dem Kamm befindet sich ein Brunnen und wir trinken eiskaltes Quellwasser, bis wir nicht mehr können. Nüchtern sind wir auch wieder, nach der Dauersteigung. Ein Trucker hält an, füllt seinen Wasserkanister auf und sabbelt mit uns. Netter Kerl, kommt gerade aus Bulgarien und muss nach Belgrad.

In Plavna gibt es wieder das gute Pils Plus, wir trinken eins, freuen uns über ein seltsam aussehendes Denkmal und suchen uns einen geeigneten Schlafplatz. Beim ersten werden wir von einem aggressiven Köter verscheucht, beim zweiten sind wir zwar ungestört aber irgendwie beunruhigt. Die negativen Vibes gehen vermutlich von dem verfallenen Hof aus.

Nationalpark Djerdap, Serbien
Pause in Plavna
Buzz tronkt Pils Plus
Plavna, Monument

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