Tag 6, 17.07.2004

 

Wir haben super geschlafen. Bevor wir die Stadt verlassen, besuchen wir ein Internetcafé, um endlich mal ein Lebenszeichen an die Daheimgebliebenen zu senden. Wir Trottel haben kein Handy dabei.

In Banatska Palanka warten wir eine knappe Stunde auf die Fähre, die uns auf das andere Donauufer, nach Ram bringen soll.

Das von einem betagten Schlepper angetriebene Holzfloss ist wenig vertrauenerweckend, transportiert uns aber sicher hinüber. Gezahlt wird direkt auf dem Schiff, circa ein Euro pro Person und pro Fahrrad. Die Donau ist an dieser Stelle ein breiter, beeindruckender Strom.

In Ram wartet ein steiler Berg auf uns. Es ist wieder wolkenlos und heiss. Ich schaffe die Steigung nur schiebenderweise, sie ist zu heftig. Von Ram geht es über eine kleine, schlecht bis gar nicht ausgeschilderte Strasse nach Veliko Gradiste. Sehr wenig Verkehr. Auch in Veliko Gradiste gibt es keinen EC Automaten. Uns wundert, dass die Einheimischen ihre Autos unverschlossen auf den Strasse stehen lassen. Es sieht insgesamt sowieso wesentlich wohlhabender aus als in Rumänien, schlecht scheint es den Leuten hier nicht zu gehen. An der Gabelung nach Srednjevo/ Golubac schlagen wir uns in die Büsche und errichten unser Schlaflager. Wir entdecken einige Hanfpflanzen... . Wegen der Hitze und der Menge und Aggresivität der Mücken ist es kaum auszuhalten. Alles scheisse irgendwie.

Wir entwickeln so´ne Art Galgenhumor und pennen im Innenzelt, welches wir als Insektenschutz errichten, schliesslich genervt und gestresst ein. Wir kleben am ganzen Körper, stinken und haben alles andere als gute Laune. Vielleicht hätten wir den Pflanzenfund heute schon ausnutzen sollen... .

 

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