Tag 5, 16.07.2005
Das ganze Hotel ist ziemlich lausig. Nicht mal Frühstück ist in den happigen 26 Euro enthalten. Wenigstens standen die Räder sicher in den Katakomben und sind heute noch genauso, wie wir sie abgestellt hatten, da. Die Angestellte kann französisch und ist erfereut darüber, ihre Sprachkenntnisse mal wieder anwenden zu können. Sie ist begeistert darüber, dass wir aus Deutschland kommen und in ihrem Land Urlaub machen. Ihre Hoffnung ist es, dass das der Anfang einer touristischen Entdeckung Rumäniens durch die westlichen Länder ist. Es ist zu wünschen.
Das Land ist nun platt und recht langweilig anzuschauen. Hier und da halten wir an einem Brunnen an, um uns zu erfrischen, denn es ist heiss, so circa 30° im Schatten. Dazu brennt die Sonne erbarmungslos auf unsere Birnen. Wir wollen in einem kleinen Magazin Mixt unseren Lebensmittelvorrat aufstocken, doch der hat geschlossen. Einige herumlungernde Teenies bekommen das mit und geben uns zu verstehen, dass wir einen Moment warten sollen. Zwei Minuten später kommt die Ladenbesitzerin, sperrt auf und wir können uns versorgen. Zu typisch rumänischen, günstigen Preisen. Und das Obst und Gemüse ist wirklich der Hammer, meist aus privatem Anbau. Lecker!
Plötzlich geht eine kleine Strasse nach rechts ab, während die Hauptstrasse geradeaus weiterführt. Die Grenze zu Serbien und Montenegro. Der rumänische Grenzer ist innerhalb von drei Minuten fertig mit uns,fragt, ob es uns in Rumänien gefallen hat und wünscht gute Reise. Hier ist absolut gar nichts los. Niemand außer uns will diese Grenze passieren. Serben benötigen ein Visum für Rumänien, Rumänen für Serbien. Niemand ist mit uns unterwegs. Einsam durchqueren wir den Streifen Niemandsland und sind beim serbischen Schlagbaum. Der Typ im Häuschen schläft im Sitzen und schnarcht. Aus dem grossen Gebäude kommt ein junger Mann auf uns zu, nimmt die Reisepässe entgegen und fragt:
-"Was
ist Ihre Destination?"
-"Äh...Bela Crkva!"
-"Weisskirchen, ja?"
-"Ja."
Dann entwickelt sich ein nettes Gespräch, wir bekommen den Hinweis, dass wir uns innerhalb von 24 Stunden registrieren lassen müssen und dass man in Bela Crkva gut ausgehen kann. Ausserdem seien die Frauen echte Flasher. Wir werden sehen.
Nach wenigen Metern durchfahren wir das veschlafene, öde Nest Kaluderovo. Hier geht nicht viel mehr als am einsamen Grenzübergang. Fehlt nur noch die über die Dorfstrasse wehende Wüstenrose. Von der Hitze her kommt es hin mit der Wüste. Hinter dem Ortsausgangsschild schlagen wir uns in den Knick, essen, trinken und pennen ein wenig.
Bis Bela Crkva bleibt es menschenleer, einzig ein Trecker kommt uns während der Strecke Kaluderovo - Bela Crkva entgegen. Der Fahrer grüsst, allerdings zurückhaltender als es ein Treckerfahrer bzw. Kutscher in Rumänien getan hatte. In der Stadt angekommen beziehen wir Quartier in der Pension Oaza.
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Die Besitzerin spricht etwas englisch und verlangt 25 Euro für uns beide. Sie erledigt auch unsere Registrierung bei den örtlichen Polizeibehörden. Dafür erhält man einen Nachweis, den man beim Verlassen des Landes an der Grenze zeigen muss.Das Haus ist sehr edel und die Räumlichkeiten inclusive der sanitären Anlagen sind sauber und gepflegt. Die Räder stehen sicher in der Garage. Eine wirklich empfehlenswerte Unterkunft in Bela Crkva. |
Von hier aus ist es nicht weit zum Badestrand, also nur schnell Handtuch geschnappt und los an den See. Man, tut das kühle Nass jetzt gut, nach den Hitzestrapazen des Tages. Erfrischt suchen wir in der Stadt einen EC Automaten. Es gibt keinen einzigen hier, wir haben mehrere Leute gefragt. Viele verstehen deutsch oder englisch, die Verständigung bereitet keine Probleme. Zum Glück hatten wir in weiser Vorraussicht Euros mitgenommen, die wir in der Pension zum Bankkurs umtauschen. Gestyled spazieren wir ins Zentrum, setzen uns mit ´nem Bier auf eine Bank und beobachten das Partyvolk, landen später in einer Disco, die leider um zwei Uhr dicht macht. Sperrstunde!
Die serbischen Frauen sind übrigens wirklich der absolute Wahnsinn, der Grenzer hatte sogar noch untertrieben. Bildhübsche Mädels wohin man schaut. So einen Stil haben wir bislang nirgends erlebt.
Zurück in der Pension werfen wir uns sofort in die bequemen Betten, schlafen rasch ein und reisen in´s Dreamland.
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Hotel
Oradea
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Oradea
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Kaluderovo
Mittagspause
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Fertig
von der Hitze
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Richtung
Bela Crkva
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Serbien,
im Hintergrund "RO"
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Badesee
in Bela Crkva
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