Sommer 2004: Rumänien, Serbien, Bulgarien
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Tag 1, 13.07.2004
Heute um 17 Uhr ist es also endlich wieder soweit, es geht los in den Sommerurlaub. Buzz und ich beladen den Clio mit unseren Rädern, all den Taschen und dem ganzen Kram, den man irgendwie immer wieder völlig umsonst mitschleppt. Aber dass merkt man ja leider immer erst dann, wenn es zu spät ist, nämlich bei der Heimkehr. Blöd nur dass der Clio neben der echt üblen Tatsache, dass man die Vordersitze nicht nach hinten drehen kann( wegen im Auto pennen...), über einen erbärmlich kleinen Stauraum verfügt. Es passt dennoch alles in den Wagen und wir fahren los, als erstes Etappenziel stecken wir uns einen hübschen Pennplatz in Tschechien, in der Nähe von Jihlava.
Gegen 20:45 sind wir bereits in Berlin, nutzen die Stadtautobahn und steuern zur Rast unseren beliebten Stammplatz an.
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Stammplatz
in Berlin
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Dresden
bei Nacht
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Schlafplatz
am Stausee, CZ
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Bereits im Frühjahr hatten wir hier gerastet und den Anwohner freundlich begrüsst. Heute sehen wir ihn wieder und er fragt uns, wo es noch hingehen soll. Rumänien! Da staunt er und wünscht uns eine gute Fahrt. Danke! Sein Hund hört auch rasch auf zu bellen und so haben wir eine erholsame Pause. In Dresden sind wir so 0:00 und ärgern uns mal wieder über die ätzende Strassenführung quer durch die City Richtung Prag. Hoffentlich sind die dort bald mal fertig mit der Autobahnumgehung nach Tschechien. So kommen wir, um es auch mal positiv zu sehen, zu einem wirklich schönen Anblick Dresdens.
In Cinovec tanken wir den Clio voll, besorgen die Autobahnvignette und versorgen uns mit Proviant. Wir stellen fest, dass wir ab jetzt wirklich gar nichts mehr in den Wagen bekommen. Wir haben uns zwei Sechser 1,5l Mattoni( das definitiv wohlschmeckendste und edelste tschechische Mineralwasser), vorsorglich nur acht Halbe Gambrinus und ein paar Baguettes( hier in CZ ist Tankstellenfood noch gut und günstig) gegönnt. Jetzt haben wir gar keine Bewegungsfreiheit mehr.
An der Europastrasse nach Prag sehen wir deutlich weniger Prostituierte herumstehen als in den Jahren zuvor. Wir freuen uns über diese Entwicklung. Vielleicht gelingt es Dubi ja bald, wieder so etwas wie eine normale Stadt zu sein. Die Einheimischen tun mir da wirklich leid. Es ist ein trauriger Anblick, Mütter ihre Kinderwagen durch die Schlangen der Nutten und ihrer meist deutschen Freier bugsieren zu sehen. Wie erklärt man das seinen Kindern, was vor den Haustüren abgeht? Noch vor wenigen Jahren standen die käuflichen Damen sogar vor der Grundschule(!) herum, auch tagsüber. Aber nun scheint härter durchgegriffen zu werden. Hoffentlich wird dem ganzen Szenario recht bald ein komplettes Ende bereitet. Die Fahrt von Cinovec nach Teplice kotzt uns immer wieder regelrecht an.
In Prag werden wir Opfer einer wirklich irreführenden Verkehrsumleitung und verfransen uns. Allmählich sind wir total müde und freuen uns beinahe ein Loch in´ Po, als wir das Hinweisschild auf den Exit 66, Loket, erspähen. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Etappenziel und so steuern wir direkt unseren hübschen Schlafplatz in der Nähe eines kleinen Stausees nahe Loket( bei Jihlava) an. Vor zwei Jahren waren wir im Winter schon einmal hier. Es ist gut zu wissen, dass es diesen Ort gibt. Der ideale Platz eben. Isomatten ausrollen, rein in den Schlafsack, dazu schön Gambrinus. Wir lassen die Fahrt Revue passieren und schlafen müde und zufrieden ein.